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Ist eine licht-vollere Welt möglich ?

Gedanken-Impulse von Barbara Viktoria Gemsa

Bevor ich diese Zeilen nun der Öffentlichkeit übergebe, habe ich diverse Meinungen von guten und weisen Freunden eingeholt. Der eine meinte, es wäre für manche zu schwierig, der andere meinte, es klänge etwas hochmütig. Außerdem würde ich Menschen nicht ansprechen, die von „Gott“ nichts oder nichts mehr hören wollen. Bis auf kleinere Änderungen lasse ich doch nun alles wie es ursprünglich war. Eigentlich sollte das, was ich Ihnen mitteilen wollte, in einem oder mehreren Büchern geschehen. Doch je mehr ich in allen Medien stöberte, desto mehr kam ich zu der Erkenntnis: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“.
Es hat sie immer gegeben und es gibt sie auch heute noch: Sehr weise „Seelen“. Durch meine Erfahrungen in meiner Praxis – siehe auch unter www.praxis-ganz-sein.de - und vielen anderen Kontakten mit Menschen bin ich inspiriert worden, mich nun auch einmal zu äußern, in der Hoffnung, das Herz einiger Menschen zu erreichen. Es gibt so viele gute Bücher, in denen bereits alles gesagt ist. Mein Anliegen mit diesem Brief ist, auf einige dieser bereits geschriebenen Bücher hinzuweisen und einige Impulse zum Nach-Sinnen zu geben.
Warum will ich mich überhaupt öffentlich äußern ? Mein Anliegen ist, meinen Mitmenschen mitzuteilen, wie aus einem Menschen, der immer sagt: „Das Glas ist halbleer“, ein Mensch wird, der nun sagt: „Das Glas ist halbvoll“. Ich möchte Menschen helfen, ebenfalls mehr Lebenszufriedenheit zu erreichen. Haben Sie Mut, sich zu verändern, wenn das Leben ihnen momentan keine große Freude macht oder ihnen alles schwer fällt! Viele Menschen bleiben lieber in ihrem alten Trott, weil sie Angst vor Veränderung haben, weil sie sich in dem Gewohnten zu Hause fühlen, auch wenn sie noch so Jammern. Ich hatte das große Glück vor einigen Jahren Menschen getroffen zu haben, die auch mir dabei geholfen haben, die mir Anschubhilfe geleistet haben, die meine Fähigkeiten gesehen haben und mir Wertschätzung entgegengebracht haben. Allen diesen Menschen und Gott, von dem ich mich heute immer begleitet fühle, werde ich immer dankbar sein.
Ich gehöre heute zu den Menschen, die Visionen haben. Ich bin ein Mensch, der tatsächlich so
ver-rückt ist, an die Möglichkeit einer licht- und liebevolleren Welt zu glauben, all diesen immer noch tagtäglich in den Medien zu verfolgenden dramatischen und dunklen Ereignissen zum Trotz. Ein neues Fühlen und Denken ist nötig und meiner Meinung nach auch möglich. Der Kosmos ist Fülle, wir haben nur ein immer noch andauerndes Verteilungsproblem von Geld, Nahrung und Arbeit. Wenn es immer mehr Menschen gibt, die ganzheitliche Heilung erlangt haben und dann, als Multiplikatoren Liebe und Licht zu anderen Menschen tragen, dann wird die Welt sich verändern, dann wird sie liebe- und lichtvoll sein. Dann werden Menschen für sich selbst und Andere aufrichtiges Mitgefühl empfinden.

Auf meinem Weg zu dieser Erkenntnis waren mir viele Lehrer und folgende Bücher sehr hilfreich: „Zen denken“ von Radcliff, „Dialog mit dem Dalai Lama“ von Coleman, „Amo Ergo Sum - Ich liebe, also bin ich“ von Christina Kessler, „Im Alltag Ruhe finden“ von Jon Kabat-Zinn, „Kosmologie des Augenblicks“ von Axel Meyer, „Ich bin ein Teil des Waldes“ von Wolf-Dieter Storl und viele andere gute Bücher von Anselm Grün, Willigis Jäger und vielen anderen, die ich im einzelnen jetzt hier nicht erwähnen kann. Diese Bücher können Menschen auf den Weg in die wahre Liebe, in das reine Bewusstsein bringen. Hier erfährt man, was den Menschen davon abhält, Liebe und Mitgefühl für sich selbst und andere zu empfinden. Hier werden Wege aus dem Chaos aufgezeigt.

Meine eigene Lebenserfahrung und die Gespräche mit Menschen in meiner Praxis zeigten mir, dass der Mensch bei seiner Geburt aus der Geborgenheit bei Gott herausfällt (wobei ich mit Gott, die eine Schöpferkraft und universelle Macht meine, die für alle Menschen gilt). Er landet meist in einer Familie, die ihm nicht annähernd das gibt, was er bei Gott hatte und wieder haben wird. Es gibt wenige Familien, wo die Eltern heil genug sind, dass sie dem neugeborenen Kind von Anfang an wirkliche Liebe und Geborgenheit schenken können. Die allermeisten Menschen spüren ein Leben lang eine starke Sehnsucht nach dieser Liebe und Geborgenheit, der absoluten Liebe, der bedingungslosen Liebe. Oft habe ich Menschen sagen hören: Ich habe eine „Sehnsucht nach zu Hause“. Sie suchen oft ihr halbes oder sogar ganzes Leben lang nach diesem Gefühl von Geliebt- und Angenommen-Sein. Viele Menschen gehen durch tiefe Krisen, siehe auch beschrieben in dem Buch „Die stürmische Suche nach dem Selbst“ vom Ehepaar Grof. Oft finden diese Menschen erst Hilfe, wenn sie absolut nicht mehr weiter wissen. Axel Meyer beschreibt es in seinem Buch „Kosmologie des Augenblicks“ folgendermaßen:

Die Wirklichkeit, wie sie ist,
findest du weder in der Vergangenheit
noch in der Zukunft,
sondern einzig im gegenwärtigen Augenblick.
Wirklichkeit tritt ins Dasein,
wenn du nicht mehr nach Erfüllung strebst,
wenn du nicht mehr suchst
und dich dem Leben preisgibst.
Befindest du dich in einem Zustand
Der Verzweiflung und Unzufriedenheit,
bleibt Dir nur eins,
alles loszulassen.
Wenn du dich in einer Situation
so verzettelt und festgefahren hast,
dass du keinen Ausweg mehr siehst,
bist du plötzlich für alles offen,
in dieser Hoffnungslosigkeit bist du bereit,
auf alle Stützen zu verzichten
und dich dem Leben zu ergeben.

In solch einem Augenblick
ist Dein Herz geöffnet
und Dein Geist empfänglich,
um Wandlung geschehen zu lassen.
Der Mensch fühlt sich oft so allein, so getrennt von allem und allen. Und doch gibt es eine Verbundenheit aller Menschen, die für viele spürbar ist u.a. durch telepathische Erlebnisse und Umgang mit sog. hellsichtigen Menschen. Ich habe diese Dinge so oft erfahren, dass es kein Glaube mehr ist, sondern Wissen. Z.B. wünschte ich mir eine bestimmte CD und bekomme sie zufällig am anderen Tag geschenkt. Ich denke an einen Menschen und im selben Augenblick ruft dieser mich. Ich denke an eine Kundin, die lange nicht da war. Am nächsten Tag ruft sie mich wegen eines Termins an. Bei einem Seminar hat eine Person, die mit mir sehr seelenverwandt schien, alles telepathisch empfangen, was ich ihr in Gedanken gesendet habe. Ich bin selber absolut überrascht gewesen. Hellsichtige Menschen können sich in andere einfühlen, sie können über deren Vergangenheit viel sagen, über deren Fähigkeiten und Schwierigkeiten und häufig auch über zukünftige Dinge. Ich spüre, dass wir alle wie „Funken des einen Gottes sind. Es dürfte keinen Krieg und keine Gewalt mehr geben. Ich wünsche mir, dass alle spüren, was Jesus meinte mit dem Satz:
Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan, dass habt ihr mir getan.

Ich habe erfahren: Wenn ich ganz viel „in Liebe“ gebe, ohne etwas zu erwarten, bekomme ich ein Vielfaches auf oft anderen Wegen wieder zurück. Immer wenn ich im Vertrauen bin, nicht kämpfe und loslassen kann, bekomme ich reichlich Geschenke.

In dieser dualistisch geprägten Welt von Licht und Dunkelheit, Gut und Böse, Tag und Nacht, …, fühlen wir uns durch unser Denken und durch unser ständiges Urteilen und Verurteilen von Gott und den Mitmenschen oft getrennt. In dieser Welt des Chaos haben wir Angst. Diese Angst macht krank und kann sogar töten. Ich bin mir dabei natürlich bewusst, dass es uns heute gerade in der heutigen Zeit nicht leicht gemacht wird, im Vertrauen zu bleiben. Die Nachrichten in den Medien können uns andauernd in die Angst bringen und tun dies auch oft . Viele Menschen verlieren sich in Süchten, laufen vor sich selbst und ihrer Angst davon, nehmen Medikamente (leider oft schon Kinder ).

Jesus sagte: In der Welt habt ihr Angst, seht: Ich habe die Welt überwunden.

Viele Menschen hadern mit ihrer Vergangenheit und sorgen sich um die Zukunft und das im ständigen Hin- und Herspringen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie sind selten im Augenblick, selten richtig da, leben eigentlich nicht wirklich bewusst. Dabei weiß jeder, dass man seine Vergangenheit nicht verändern kann und es in der Zukunft oft anders kommt, als man dachte. Die vergangenen Geschehnisse können lediglich angeschaut werden, um Ursachen für manches, was heute ist, zu erkennen. Man kann sich möglicherweise von Schuldgefühlen befreien und/oder Erkenntnisse gewinnen für neue und andere Entscheidungen. Aber verändern kann man sie nicht. Warum also hadern ? Das kostet immer nur Energie, die man sinnvoller einsetzen kann. Wer die Welt kennt, weiß, dass die meisten Menschen ein mehr oder weniger schweres Schicksal zu tragen und zu bewältigen haben.
Auch ich muss mich jeden Tag neu daran erinnern.
Ich versuche immer mehr, das Leben als Spiel zu sehen. Es wird leichter und kostet nicht so viel Energie, wenn ich den Ist-Zustand akzeptiere, ohne lange zu hadern; wenn ich Vergangenes allein oder in Begleitung eines Therapeuten oder Seelsorgers nur anschaue, um darauf aufbauend, neue Entscheidungen zu treffen. Wenn ich im Vertrauen sein kann, dass alles richtig für mich sein wird, bekomme ich dann die „Geschenke“. Kommt etwas anders als erwartet, dann stelle ich hinterher oft fest, dass genau dies richtig für mich war, auch wenn ich es in dem ersten Moment nicht so sehen konnte. Ich sage mir dann einfach: „Gut ! Wenn nicht dies, dann etwas Besseres !“ Mit einer guten Portion Humor fällt mir vieles dann noch etwas leichter.

Mein Leitspruch des Seminars „Wege zur Lebenszufriedenheit“:

Aus der Vergangenheit lernen. Gemäß seiner Potentiale und Fähigkeiten Lebensziele finden und Pläne machen. Jeden Tag be-geist-ert sein Bestes geben, ohne sich zu verausgaben. Im Vertrauen seinen eigenen Weg in Liebe gehen. Im „Hier und Jetzt“ achtsam und gegenwärtig leben. Dabei ausreichend Momente des Innehaltens finden.

Wenn wir im Chaos unseres Alltags lernen und üben, „stille zu werden“, können wir heil werden. Eckhart Tolle, Willigis Jäger und viele andere haben mir und vielen Menschen hier Wege aufgezeigt. In meiner Praxis können interessierte Mitmenschen - zum Schnuppern sogar kostenlos - verschiedene Möglichkeiten des meditativen Innehaltens kennen lernen. In der Meditation finde ich zur Stille hinter der Stille ( wie Willigis Jäger, der bekannte Theologe, Buch-Autor und Zen-Meister immer sagt). In diesem „inneren Raum“ erlebe ich die Ganzheit, die Aufhebung des Gefühls von Trennung. Hier kann ich nicht verletzt werden. Dieses tiefe Gefühl von Glückseligkeit und Verbundenheit mit allen und allem stellt sich manchmal für Sekunden, Minuten und manchmal auch länger ein, wenn ich nichts erzwingen will, wenn ich einfach geschehen lasse, wenn ich einfach Atem, Gedanken, etc. „fließen“ lasse.
Wenn ich immer mehr in diesem Gefühl des achtsamen „Gegenwärtig-sein“ bin, nicht mehr kämpfe und Dinge und Menschen versuche zu zwingen, wenn ich mich dem Leben hingebe, loslasse, im Vertrauen bin, bei mir bin, in meiner Mitte, in meinem Leben bin, voller Mitgefühl für mich und andere, dann wird alles leicht und
dann erfahre ich immer mehr und immer tiefer die Liebe im Chaos dieser Welt